Lkw Transporte nach Russland unterliegen besonderer Sorgfalt

Gepostet von am Apr 25, 2012 in Russland Transporte | 1 Kommentar

Für Russland besteht eine Zertifizierungspflicht von Exportwaren, die vergleichbar ist mit der ISO oder der CE. Doch die Regierung Russlands erkennt die europäischen Qualitätszertifikate nicht an. So müssen die Exportwaren auf die russischen Anforderungen und Normen hin geprüft werden – wichtig ist hier das so genannte GOST-R-Zertifikat. „Gost R“ heißt „Norm“ und bezieht sich im Zusammenhang mit Zollformalitäten auf bestimmte Produktgruppen, nämlich auf Artikel aus der Kosmetik-, der Textil-, der Lebensmittelindustrie, auf Artikel der chemischen Industrie, auf Produkte der Elektrotechnik und des Maschinenbaus, auf Verpackungen, Holzprodukte und medizinische Produkte. Ob die Gesetzeslage noch im Einzelfall variiert, lässt sich durch das jeweilige Zollamt erfragen. Am besten, so wird empfohlen, frage man nicht nur in Deutschland, sondern auch verschiedene Zollämter in Russland. Diese agieren nämlich nicht streng hierarchisch und so kann es stets sein, dass einzelnen Beamten unterschiedliche Informationen vorliegen. Doch es kann sich auch lohnen, nicht nur gesetzlich dafür vorgesehene Warengruppen zertifizieren zu lassen. So ergibt sich üblicherweise eine optimale, reibungslose und schnelle Zollabfertigung und es sind bessere Verkaufschancen gegeben. Denn nicht nur die Mitarbeiter verschiedener Zollämter, sondern auch Konsumenten (Großhändler, private Verbraucher) vertrauen grundsätzlich in Russland auf dort zertifizierte Waren. Handelsinspektionen können auf diese Weise umgangen werden. Es ist daher für jeden Händler von Vorteil, wenn er bereits in Deutschland mit russischen Muttersprachlern zusammenarbeitet. 

Transporte nach Russland sind mit vielen Zertifikaten verbunden

Einzel- wie auch Serienlieferungen erhalten Zertifikate, die mit einer Gültigkeit von drei Jahren versehen werden. Zertifikate für Einzellieferungen sind gedacht für gelegentliche Vorgänge. Hier werden Produkte für eine bestimmte Rechnung bzw. einen bestimmten Vertrag zwischen zwei Handelspartnern zertifiziert. Serienzertifikate besagen, dass innerhalb des vereinbarten Zeitraums beliebig hohe Mengen der entsprechenden Produktart geliefert werden. Jedoch wird – durch Inspektionskontrollen – jedes Jahr geprüft, ob das Produkt noch die Eigenschaften aufweist, nach denen es zertifiziert wurde. 

Jeder Transport nach Russland hängt von verschiedenen Genehmigungen ab

Doch über das Gost-R hinaus benötigen Produkte, die zum Verzehr oder zum Kontakt mit dem menschlichen Körper bestimmt sind, eine Hygienebescheinigung des Rospotrebnadzor (der russischen Handels- und Gesundheitsbehörde). Diese Pflicht kann sich auch auf Geräte oder Maschinen ausweiten, deren Vibrations- oder Lautstärkepegel eine gesundheitliche Beeinträchtigung beim Menschen annehmen lässt oder auch auf jene Geräte, die während ihrer Arbeitsanwendung selbst mit Konsumgut in Berührung kommen. Dieses Zertifikat gilt für bis zu fünf Jahre und besagt, dass die aufgeführten Artikel mit spezifischen russischen Sicherheits- und Hygienestandards übereinstimmen. Zuerst wird das Hygiene-, dann das Gost-R-Zertifikat ausgestellt. 

Russland Logistik orientiert sich auf Einmal- oder Serienlieferungen

Allgemeine Ausrüstungen, die potentiell gefährlich sein können, Produkte für den Bergbau, die Gas- und Ölindustrie und andere Artikel, bedürfen der sogenannten RTN-Zulassung. Das Rostechnadzor (RTN) ist die russisch-föderale Industrie-Überwachungsbehörde, die entweder drei Jahre lang gültige (Serien-)Zertifikate ausstellt oder auch Bescheinigungen, die nur für einzelne Lieferungen gelten. Dieser detaillierten Gewissenhaftigkeit der russischen Behörden entspricht auch das Feuerschutzzertifikat. In den erforderlichen Fällen muss auch eine solche Bescheinigung noch vor dem GOST-R-Zertifikat beigebracht werden. Als feuerfest nun müssen elektrotechnische und elektrische Erzeugnisse gelten (nämlich Kabel, Kühlschränke, auch Telefone, Computer etc.) – weiterhin viele Materialien und Werkstoffe (nämlich Fußbodenbeläge, Isoliermaterialien, Kunststoffe etc.) sowie Bauprodukte (Fenster, Türen, Schächte). Ebenfalls Ausrüstungen für die Feuerwehr und den Brandschutz fallen unter die Kategorie. 

Auch das Bauministerium ROSSTROJ stellt Zertifikate aus. Diese betreffen Aluminium(-legierungen), Fenster(-türen) aus Holz, Aluminium und Kunststoff, Sicherheitsriegel und Schlösser für Türen sowie mehrschichtige Isolierverglasungen. Auch hier gilt: Aktualisierungen sollten stets kurz vor einem Export bei den zuständigen Behörden erfragt werden – inwieweit sich Zuständigkeiten hier sogar ändern, darüber gibt die russische Botschaft Auskunft. 

Logistik in Russland ist nur mit russischsprachigen Kennzeichnungen möglich

Wichtig in allen Fällen: Die russische Sprache ist von zentraler Bedeutung für alle Kennzeichnungen. Ab 1. Juli 1998 ist dies seitens des russischen Verbraucherschutzgesetzes vorgeschrieben. Importprodukte ohne russische Schrift dürfen nicht einmal verkauft werden – bei technischen Gütern sind auch komplette Montageanleitungen und Gebrauchsanweisungen zu übersetzen. 

Mit dem LKW nach Russland – erst müssen die Formulare stimmen

Neben dem Antragsformular und der Postadresse (nebst Ansprechpartner) der Empfängerfirma ist für ein Speditionsunternehmen und akkreditierten Übersetzungsagenturen auch die Warentarifnummer relevant, die Produktbeschreibung (inklusive Abbildung), die gewünschte Gültigkeitsdauer der Zertifikate. Ebenfalls müssen die Berichte über EMV(elektromagnetische Verträglichkeit)- und Elektroprüfungen sowie die Verifikation der Prüfprotokolle eingereicht werden. Der kompletten Logistik nach Russland geht somit ein intensiver Formalienweg voraus – bevor LKW Transporte nach Russland in Angriff genommen werden können, sollte mit einem oder einem halben Jahr an Vorlaufszeit gerechnet werden. Der Export nach Russland setzt somit das einwandfreie Zusammenspiel von verschiedenen Teams und Agenturen voraus: Nicht nur die Übersetzung muss einwandfrei erfolgen, sondern auch die Produkte selbst sollten schon in ihrer Herstellung auf den Versand nach Russland vorbereitet werden. Das heißt: Nicht nur Russland Speditionen müssen sich Jahr für Jahr hinsichtlich der russischen Gesetzeslage auf den neuesten Stand bringen, sondern alle Parteien (vom Hersteller über den Händler bis zum Übersetzer) haben sich für den Versand nach Russland und auch für den allgemeinen Export nach Russland regelmäßig über Vorschriftsänderungen zu informieren. 

Die Leistungen einer Spedition nach Russland beziehen sich auf die gesamte Republik

Jede Spedition für Russland arbeitet lückenlos mit zuverlässigen Unternehmern von großer Reichweite zusammen; es stehen meist mehr als einhundert Fahrzeuge verschiedener Ladegrößen zur Verfügung. Nicht nur der Transport nach Moskau und Umgebung kann routiniert durchgeführt werden, sondern das Zielland wird darüber hinaus für gewöhnlich (im Zusammenhang mit Speditionsvorgängen) in die Ostseeregion (St. Petersburg bzw. Kaliningrad), in Südrußland (Krasnodar, Rostov am Don) sowie schließlich in „Fernrussland“ (Novosibirsk, Perm, Jekaterinburg, Cheljabinsk, Orienburg und Samara) aufgeteilt. Stets gilt: Man möge die fertig gekennzeichneten Sendungen spätestens 24 Stunden vor der eigentlichen Fahrt beim Zoll anmelden; dies ist Vorschrift. Speditionen werden gegenüber ihrem Auftraggeber stets die abgestempelte Ausfuhrbescheinigung zurückschicken.

1 Kommentar

  1. Die zusätzliche Versicherung man aber die ganze Sache völlig unangenehmen: http://www.marktundmittelstand.de/nachrichten/kunden-maerkte/russland-export-tir-verfahren-nur-an-drei-zoll-posten/

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